Fährt man von Silifke an der Südküste nach Uzuncaburc, dem antiken Diokaisarea/Olba, kommt man nachh Imbriogon. Die Geschichte dieser römischen Stadt reicht bis ins 2. Jh. vor Chr. zurück. Der Ort ist bekannt für seine Tempelgräber, von denen diese beiden dicht beieinander stehenden wohl die eindrucksvollsten sind.
Eines ist ein gedrungener, einstöckiger Bau. Von den vier Säulen mit Kapitälen im verspielten korinthischen
Baustil sind nur noch zwei erhalten, die rechte Seite ist eingestürzt.
Viel eleganter wirkt das zweite – zweistöckige – Mausoleum, unten mit Säulen in dorischer Ordnung, oben mit korinthischen. Der Giebel ist nicht vollständig erhalten, aber
man kann noch ein Medaillon mit zwei Büsten erkennen, denen allerdings die Köpfe fehlen.
Olba / Diokaisarea
Die Stadt, die die Römer später Diokaisarea nannten war ursprünglich ein Teil des hellenistischen Priesterstaates Olba
und ein bedeutendes religiöses Zentrum mit dem Tempel des Zeus Olbios aus dem Jahre 295 v. Chr
Unter römischer Herrschaft gewann der Kult um Zeus Olbios noch an Bedeutung und der Ort erhielt im 1.Jh. n.Chr. Stadtstatus und nun auch den Namen
Diokaiserea.
Von den ehemals 72 Säulen des Zeustempels stehen noch 30 aufrecht. Sie sind fast 10 m hoch und haben unten einen Durchmesser von 1,55 m.
Die korinthischen Kapitäle stammen evtl. aus einer späteren Bauphase.
Viele Gebäudeteile des prächtigen Tempels sind außerordentlich gut erhalten, wie der Fries mit Tiermotiven.
Aus römischer Zeit stammt der Girlandensarkophag mit Medusenköpfen.
Das römische Theater von Dioakaisarea hatte Platz für etwa 2000 - 3000 Zuschauer
Der Ort liegt auf fast 1200 Höhenmetern und so ist es Mitte März hier noch recht kühl, aber die Mandelbäume stehen in voller Blüte und kündigen das Frühjahr an!
Außer Mandel- und anderen Obstbäumen baut man auch Wein an. Dieses Weinfeld liegt direkt neben einem Turm aus hellenistischer Zeit. Im zeitigen Frühjahr müssen die
Rebstöcke beschnitten werden.
Wir wandern über eine römische Straße, die die Orte Diakaisarea und Olba verbindet. Der Weg ist von Nekropolen gesäumt. Sie ist besonders an den
Steigungsstellen sorgfältig gepflastert und in großen Abschnitten hervorragend erhalten, obwohl sie seit Jahrhunderten benutzt wird.