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Mit dem Edikt von Mailand im Jahre 313 legalisierte der römische Kaiser Konstantin den christlichen Glauben, nachdem seine Anhänger ca. 300 Jahre immer
wieder Verfolgungen ausgesetzt waren. 92 Jahre später erklärte Theodosius die christliche Religion zur Staatsreligion und verbot die heidnischen Religionen.
Der Kult für die Göttin Athena, die in Seleukeia verehrt wurde, wich der Verehrung der christlichen Märtyrerin Thekla, die in einer Höhle nahe der Stadt
lebte.
Im 5. und 6. Jh. wurden zahlreiche Kirchen errichtet. Eine riesige Basilika (80 m x 36,8 m) wurde direkt über der Höhle erbaut. Doch das monumentale
Gebäude war zu schwer für den Untergrund, von Anfang an hatte man mit Stabilitätsproblemen zu kämpfen. Heute steht nur noch ein Flügel der Apsis.
Im 7. Jh. begründete Mohammed die islamische Religion. Moslemische Araber
drangen in der Folgezeit nach Kilikien und weiter nach Westen, wurden aber letztlich von den Byzantinischen Heeren zurückgeschlagen. Aber mit Beginn des 12. Jh. besetzten Turkmenen aus dem Stamm der Karaman das
Gebiet und Seleukeia wurde wie das ganze Umland moslemisch.
Die Kreuzzüge waren die christliche Antwort auf die Islamisierung der Regieon.
Einer der größten Anführer des dritten Kreuzzuges - Kaiser Friedrich Barbarossa - ertrank auf dem Weg nach Jerusalem 1190 im Fluß Göksu nur wenig Killometer nördlich von Silifke.
1471 eroberte der Osmande Ahmet Pascha Seleukeia von den Karamaniden. Aus Seleukeia wurde Selefkeh und Silowkya. Heute ist Silifke eine Kleinstadt mit
ca. 80000 Einwohnern.
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