Beindruckende Reste eines frühchristlichen Zentrums befinden sich um die große Doline von Kanlidivane.
Dieses eingestürzte Höhlensystem war schon seit je her ein religiöser Kultplatz, so wurde im heiligen Abgrund ursprünglich dem Zeus Olbios
gehuldigt; der Ort gehörte zum Priesterstaat Olba.
Der best erhaltene von drei Kirchenbauten aus dem 4. - 6. Jh. steht am Nordrand der Doline: die nach ihrem Stifter benannte Papylos-Basilika
(6. Jh.).
In der Dolinen-Wand befindet sich das Relief einer Familie – alle mit einer Toga bekleidet. Ein weiteres Relief zeigt einen Soldaten.
Über Alter und Bedeutung dieser Darstellungen ist wenig bekannt. Sie sind aber sicherlich älter als die Basiliken.
Älter als die Kirchen ist auch die ausgedehnte Nekropolis mit zahlreichen Sarkophagen und einigen monumentalen Tempelgräbern, wie dieses aus dem 2. Jh. Eine ungewöhnliche
Architektur zeigt dieses Mausoleum aus dem 3. oder 4. Jh.: statt der üblichen vier Säulen besitzt es nur drei
Aus dem 1. Jh. nach Chr. stammen die Felskammergräber in einem kleinen Talkessel 400 m westlich der heiligen Doline. Lebensgroße Figurenreliefs schmücken die Ruhestätten.