Priene wurde vermutlich schon um 2000 v. Chr. gegründet, aber Genaues weiß man über diese Stadt erst aus der hellenistischen Zeit. Der Ort an einem Berghang der ehemaligen Latmosbucht im Mündungsgebiet des Mäanders erreichte wirtschaftlich und politisch nie die Bedeutung der nahegelegenen Hafenstadt Milet. Priene besaß nie einen Hafen, hatte aber zum 1. Jh. noch einen direkten Zugang zum Meer, wurde dann aber durch die Aufschüttungen des Mäanders abgeschnitten.
Das hellenistische Theater ist sehr gut erhalten. Überhaupt gibt es in Priene - anders als in vielen anderen antiken Stätten -
nur wenige römische und byzantinische Bauwerke, so dass ist der griechische Charakter der Stadt bis heute erkennbar ist.
Weithin sichtbar sind die Säulen des Athene-Tempels, der 334 v. Chr. von Alexander dem Großen geweiht wurde, der auch
Haupt-Geldgeber für das Gebäude war.