Türkei

Milet

Milet, etwa 20 km nördlich von Didyma gelgen, war die größte aller ionischen Städte. Hier lebten zeitweise bis zu 20000 Menschen. Noch gut erhalten sind Bauwerke aus der Zeit zwischen 1600 v. Chr. und dem 6.Jh. n. Chr., darunter das Theater, das ca. 25.000 Menschen Platz bot.

Gegründet wurde die Stadt von der einheimischen Bevölkerung, den Kariern, und aus Kreta eingewanderten Siedlern. Es war zunächst eine mykenische Kolonie, die enge Beziehungen zu Griechenland pflegte.

Milet lag im Mündungsbereich des Mäanders an der Latmosbucht, die sich bis zum heutigen Bafasee erstreckte. Durch diese für die Schifffahrt günstige Lage entwickelte ein breiter Handel.  Seit dem 10.Jh. v. Chr. war Milet die mächtigste Stadt Kleinasiens, resultierend aus seinen 4 Häfen.

 Die Stadt war auch bekannt für die Herstellung von Textilien, insbesondere Wollkleidung. 

Während des ionischen Aufstands 494 v. Chr. wurde Milet vollkommen von den Persern zerstört . Anschließend wurde die Stadt von Grund auf neu gebaut mit einem quadratischen Straßennetz.  Es war Platz für ca. 80.000 Menschen innerhalb der Stadtmauer. Für die damalige Zeit war das gewaltig! Hier wurden die Grundlagen griechischer Wissenschaft und griechischen Denkens geschaffen. Berühmte Philosphen und Wissenschaftler aus Milet waren u.a. Thales, Anaximandros, Anaximenes.

Im 3.Jh. vor Chr. vergingen die Glanzzeiten Milets langsam. Durch Aufschwemmungen des Mäanders wurden die Häfen unbrauchbar und die gesamte Gegend um Milet versumpfte und schließlich verlandete die Latmosbucht ganz. Die Gefahr des Sumpffiebers und der nunmehr geringe Handel führten dazu, dass Milet langsam aufgegeben wurde..

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