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Der Bafasee ist ein ehemaliger Meeresarm, der von den Ablagerungen des Mäanders vom Meer abgeschnitten wurde. Diese Entwicklung begann etwa um Christi Geburt, als der mediterrane Wald schon weitgehend abgeholzt war und die Flüsse große Mengen Abtragungsmaterial aus dem nun ziemlich vegetationsfreien Hinterland zum Meer transportierten. Bis ins 4.Jh. n. Chr. bestand aber noch eine Verbindung zum Meer. Im Zuge der Abschnürung nahm der Salzgehalt des Sees ständig ab. Allerdings steigt er in den letzten Jahren wieder, denn die Verbindung zum Fluß wurde durch einen Deich abgeriegelt und besteht nur noch durch einen kleinen Kanal. Durch die Verdunstung steigt die Salzkonzentration an.
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Im See gibt es felsige Inseln. Auf einigen befinden sich Ruinen von byzantinischen Klosterfestungen. Auf einer existiert eine
Reiher-Brutkolonie.
Nahe des Nordufers liegen nahe beieinander die Zwillingsinseln,
von denen eine durch eine Kiesbank mit dem Ufer verbunden ist.
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Im Norden und Osten wird der See vom kristallinen Latmosgebirge begrenzt. Am Nordufer befindet sich die Ortschaft Herakleia. Südlich des See
steht Marmor an, der in der Antike in mehreren Steinbrüchen gewonnen wurde.
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Die Schwämmflächen des Mäanders bilden das flache Westufer des Sees. Teilweise ist es mit Ried bestanden, teilweise gibt es nur spärliche
Vegetation mit offenen Schlickflächen, in manchen Bereichen wachsen Tamarisken. Die während der Winterregenfälle zeitweise überschwämmten, aber im Sommer staubtrockenen und zudem leicht salzigen Flächen
sind lediglich von Queller und einigen Grasarten bedeckt, die an diese extremen Lebensbedingungen angepasst sind.
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Das Westufer ist ein Vogelparadies (siehe auch Vogeliste der Türkei)! Flamingos und Krauskopfpelikane überwintern hier, doch man kann einzelne Tiere auch das ganze Jahr über hier beobachten.
Die Schlickflächen und Wasserlachen bieten durchziehenden Limikolen Rastmöglichkeiten: Stelzenläufer, Fluß- und Seeregenpfeifer, Zwerg- und
Temminckstrandläufer, Kampfläufer, Bekassinen, Uferschnepfen, Dunkle Wasserläufer, Rotschenkel, Teichwasserläufer, Grünschenkel und Bruchwasserläufer konnten wir auf die Beobachtungsliste
(Beobachtungszeitraum März-Mai 2001) setzen. Seidenreiher waren immer in großer Zahl anwesend, dazu auch viele Graureiher. Silberreiher verließen das Gebiet im Laufe des Aprils weitgehend. Rallenreiher
kamen im April, genauso die Braunen Sichler. Schwarzkopfmöwen, Weißbart-, Weißflügel- und Trauerseeschwalben hielten sich ebenfalls im Gebiet des Westufers auf.
Über den Riedgebieten jagten Rohrweihen. Ein Seeadler strich ab und zu vorbei und auf den trockenen Ebenen konnten wir einen Merlin bei der
Jagd beobachten.
Auf den Verlandungsflächen brüten Seeregenpfeifer, Spornkiebitze und Kurzzehenlerchen. Gegen Ende April trafen auch Rotflügel-Brachschwalben
ein!
Tamariskenbestände bieten ziehenden Kleinvögeln wie Rohrammern und Laubsängern Schutz. In den Riedbereichen singen
Rohrsänger, aber das Konzert ging erst im April so richtig los.
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Das Ostufer des Sees ist teilweise sandig, besitzt weniger Schlamm- und Riedflächen und ist damit für die Vogelbeobachtung nicht so ideal.
Allerdings gibt es einige geschützte Buchten, in denen sich im Winter und zeitigen Frühjahr recht gut Hauben-, Zwerg- und Schwarzhalstaucher beobachten lassen. Auch Flamingos halten sich zu dieser Zeit
manchmal hier auf. Im späteren Frühjahr war es hier dann nicht mehr sehr “produktiv”.
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Interessanter waren da die Felsen im See, vornehmlich die, die gegenüber des Lokals “Seybek” in Herakleia aus dem Wasser ragen. Hier hielten
sich regelmäßig Krauskopfpelikane und Rostgänse, sowie Reiher und auch schon mal eine Zwergscharbe auf.
Auf den offenen Wasserflächen des Sees überwintern große Mengen
von Blässhühnern, Hauben-, Zwerg- und Schwarzhalstauchern. Die meisten waren aber Ende März abgezogen. Um diese Zeit verschwanden auch die Entenansammlungen, v.a. Pfeifenten, die wir nahe des Westufers
beobachten konnten.
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