Kaiserstuhl

Geografie

Der Kaiserstuhl ist ein kleines Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs, das sich unvermittelt aus dem Oberrheingraben im Südwesten Deutschland erhebt. Westlich und östlich liegen Schwarzwald und Vogesen.

Die Nord-Süd-Ausdehnung des Kaiserstuhls beträgt lediglich ca. 15 km, von Osten nach Westen ist es nur unwesentlich mehr.  Die höchste Erhebung ist mit 557 m der Totenkopf.

Trotz seiner geringen Ausdehnung hat das Gebirge recht unterschiedliche Kultur- und Naturlandschaften zu bieten. Prägend für das Landschaftsbild ist der Weinbau, die Haupteinnahmequelle der Kaiserstuhl-Gemeinden, die alle verwaltungstechnisch unter dem Namen “Vogtsburg” zusammengeschlossen sind (namengebend war das kleinste Kaiserstuhldorf). Nur nebenbei betreibt man Obstanbau und etwas Forstwirtschaft.

Die Flurbereinigung in den siebziger Jahren zerstörte kleine naturnah bewirtschaftete Weinterrassen zugunsten größerer, und somit kostengünstiger zu bearbeitender Flächen. Ob es der Qualität des Weines gut getan hat, bezweifeln zumindest einige Experten. Der Natur hat die Umgestaltung auf jeden Fall geschadet, so wurden z.B. fast alle Natursteinmauern, die früher die Rebanlagen stützten, zerstört und somit Lebensraum für viele Kleintiere vernichtet. Auch blieben von den vielen einzigartigen Lößhohlwegen nur noch wenige Reste.

Trotzdem hat die Natur im Kaiserstuhl noch ihren Platz. Trockenwiesen mit vielen Orchideenarten stehen genauso unter Naturschutz wie die Flaumeichenwälder und die letzten Hohlwege.

Seltene Pflanzen- und Tierarten begegen einem im Kaiserstuhl, nicht zuletzt begünstigt durch das fast mediterrane Klima. Durch die burgundische Porte zwischen Vogesen und Schweizer Jura kommt es nämlich häufig zu Warmlufteinströmungen aus dem Mittelmeerraum. Außerdem regnen sich die von Westen heranziehenden Wolken meist schon in den Vogesen ab. Ihringen am Kaiserstuhl gilt als der wärmste Ort Deutschlands. So finden sich hier Tierarten, die wir sonst eher aus südlicheren Gefilden kennen, darunter Bienenfresser, Schmetterlingshaft und Gottesanbeterin. Auch viele der heimischen Orchideen sind aus dem mediterranen Raum eingewandert.

Wir haben den Kaiserstuhl im Jahr 2000 mehrmals besucht, um den Fortlauf der Natur zu den verschiedenen Jahreszeiten (auf Video) zu dokumentieren. Unsere Beobachtungsgebiete sind unter “Lokalitäten” aufgeführt.

Vom Kaiserstuhl haben wir einige Exkursionen in folgende Gebiete unternommen:

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