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Das Hinterland der Ägäisküste ist eine Berglandschaft, in der die großen Täler mehr oder weniger im rechten Winkel auf die
Küste treffen. So können Westwinde vom Meer weit ins Binnenland eindringen und schaffen ein ausgeglichenes ozeanisches Klima mit heißen Sommern und milden Wintern. Das Maximum der Niederschläge
fällt zwischen Dezember und Januar. Im Sommer zwischen Juli und September regnet es normalerweise nie.Die Landschaft in diesem Gebiet ist - wie im gesamten Ägäisraum - sehr
abwechslungsreich und bietet dem naturkundlich interessierten Reisenden eine vielfältige Flora und Fauna auf recht engem Raum. So grenzen im Nationalpark Mäanderdelta
und am Westufer des Bafasee
s vegetationsreiche Feuchtgebiete an tischebene, im Sommer extrem trockene Salzebenen. Beide Gebiete sind für Ornithologen interessant, das Gebiet um
den Bafasee ist zudem ein El Dorado für Orchideenliebhaber. Zu Wanderungen lädt vor allem das Latmosgebirge mit
seinen fantastischen Steinformationen ein. Die natürliche Vegetation des Mittelmeerraums ist
spätestens seit der Antike weitgehend zerstört, denn ehemalige Waldgebiete wurden fast vollständig gerodet. Ausgedehnte Olivenanpflanzungen prägen heute das Landschaftsbild.
Weite Teile des Landes werden zudem von einer Buschvegetation bedeckt, der Macchia, in der wegen der meist intensiven Beweidung dornenbewehrte Sträucher dominieren. Im Nationalpark Davutlar an der Küste kann sich diese Pflanzengemeinschaft nun geschützt vor Viehverbiss ungestört entwickeln.
Nur in unzugänglichen Gebieten finden sich noch Reste natürlicher Vegetation, wie kleine Parzellen mediterranen Kiefernwalds, der oft auf Bergkuppen erhalten blieb.
Für archäologisch Interessierte ist der gesamte Ägäisraum wie auch das restliche Kleinasien ein fast unerschöpfliches Betätigungsfeld mit vielen berühmten und auch weniger bekannten Sehenswürdigkeiten.
Ephesus
, Milet, Priene und der Apollontempel Didyma
werden auf dieser Internetseite vorgestellt. Und dann gibt es noch die touristisch gar nicht “erschlossenen” Reste früherer Besiedlung! So trifft man bei Wanderungen manchmal unvermittelt eine byzantinische
Klosterruine oder auf antike Marmorsteinbrüche, in denen noch unfertige Säulen herumliegen.
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