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Biebrza - Narew - Gebiet

13.05.96

Unser Ziel ist Nordostpolen, also geht es weiter Richtung Osten auf der Straße Nr.16.

    Auf den Feldern bei Dabrowka: Kraniche, ca. 150x

    Kurz hinter Dabrowka befindet sich ein kleiner Soldatenfriedhof!

Bei ELK biegen wir nach Süden auf die 669 ab. Über GRAJEWO gelangen wir weiter auf der 669 zum westlichen Biebrza-Ufer und auf der kleinen Straße (z.T. Kopfsteinpflaster) weiter nach Süden!

Naturbeobachtungen:

    ca. 1 km nördlich vom Ort BRZTOWO auf überschwemmten Wiesen: Uferschnepfen, Löffelenten (1x m + w), Stockenten, Knäkente (m), Rohrdommel gehört, Weißstörche, Kampfläufer, Schafstelze (balzend!)

    am Wegrand: Braunkehlchen (1x m+w)

    Beim Beobachtungsturm am Südende von BRZTOWO nichts los, Wasserstand in diesem Jahr wohl zu hoch!

    Noch etwas weiter südlich, direkt neben der Straße weiterer Beobachtungsturm + „Campingsite“ ohne jegliche Einrichtung: Fantastischer Blick vom Hochufer auf die weit über die Ufer getretene Biebrza! Sieht zu dieser Jahreszeit wie eine Seen-Landschaft aus!

    Sandpiste Szustaki --> Rutkowskie: Uferschwalben-Kolonie (noch nichts los!), von Biber angenagter Baum + toter Biber im Gebüsch

    überall in der Gegend: Kiebitze

 

14.05.99

Übernachtung auf der "Campingsite" am Beobachtungsturm, etwas südlich von Brzotowo (s.o.); morgens dort Neuntöter und Rohrweihe (m)

Weiterfahrt zum südlichen Teil der Biebrza-Sümpfe: Auf der Nebenstraße immer weiter nach Süden bis zu 64, dort rechts, nach ca. 10 wieder links nach Strekowa Gora, danach rechts in die Umgebung von ZAJKI.

Naturbeobachtungen:

    Weißflügel-Seeschwalben, Uferschnepfe, Fluß-Seeschwalben, Kampfläufer, Uferschnepfen, Rohrdommel (gehört), Uferschwalben-Kolonie

Nun zum Gebiet östlich der Biebrza: An der Straße Strekowa Gora - Osowiez (nach Norden) beginnt bei Km 7 der "Causeway" (= Wanderweg). Dort steht auch ein Beobachtungsturm. Der Turm war aber "unproduktiv", doch das Vogelkonzert im Wald eindrucksvoll. Der "Causeway" war noch überschwemmt und somit unpassierbar! Dort soll man sonst den seltenen Seggenrohrsänger sehen oder zumindestens hören können.

Die Straße führt von nun an weiter nach Norden durch dichten, sumpfigen Wald. Beim Aussteigen droht Gefahr: Mücken!!!

In den Sumpfwälder blühen jetzt die Sumpfdotterblumen!

Etwa auf halber Strecke vom Turm bis Osowiez gibt es einen Abzweig nach BUDY (Auf ein unscheinbares Holzschild achten!). Das sind nur einige verstreute Häuser. Krisztof betreibt dort eine Art Campingplatz und hat auch eine Hütte zu vermieten. Alles ist sehr einfach - nur mit Plumsklo; eine Dusche ist in Bau. Wir fühlen uns hier sehr wohl, leider aber auch die Trillionen von Mücken!

Krisztof, der auch Englisch spricht, ist ein ehemaliger Antiquitätenhändler aus Warschau und besitzt ein Grammophon und alte Platten, u.a. den Kuckuckswalzer (Krisztof: "ornithological waltz"), und uralte naturwissenschaftliche Bücher. Er macht gute Fotos und kennt sich mit Wölfen aus, die er besonders im Winter hier beobachtet.

Naturbeobachtungen:

    Bei Budy gibt es den berühmten DOPPELSCHNEPFEN- Balzplatz. Krisztof weiß den Weg, er hat auch Karten und Infomaterial, ansonsten zum Infocenter fahren (s.u.)! Meist finden sich zur Balzzeit etliche Besucher ein, denen man sich anschließen kann. Die Schnepfen balzen erst bei Einbruch der Dämmerung. Wir konnten einige hören und auch sehen. Leider war 1996 der Wasserstand extrem hoch, so daß man auch mit Gummistiefeln nur sehr schlecht einen guten Bebachtungsplatz am Wegrand finden konnte.

    Eindrucksvoll war hier auch der meckernde Balzflug der Bekassine.

    Von Budy kann man - wenn das Wasser nicht mehr so hoch steht - auch einen weiteren Beobachtungsturm erreichen, von dem man manchmal Elche sehen kann.

In OSOWIEZ ein paar KM nördlich von Budy gibt es das Nationalpark-Infocenter, wo man auch die Zugangsberechtigungen erwerben kann (und sollte). 1996 waren das nur ca. DM 1,50 pro Tag.

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